Ein fruchtig‑mineralischer Douro‑Weißwein mit intensiven Aromen weißer Früchte und feinem Holzton. Trocken, elegant und ideal zu Geflügel, Fisch und mildem Käse.
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Ein fruchtbetonter Rotwein aus dem Douro mit Aromen dunkler Beeren und feinen Holznuancen. Kraftvoll, harmonisch und ideal zu würzigen Fleischgerichten oder Käse.
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Ein aromatischer Douro‑Rotwein mit intensiven Noten roter und schwarzer Früchte sowie feinen Gewürzakzenten. Ausgewogen, strukturiert und mit elegantem Abgang – vielseitig zu Fleisch, Pasta und Käse.
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Bis über 2000 Meter hoch türmt sich der höchste und bewaldete Bergzug, die Serra de Estrela südlich der Provinzhauptstadt Viseu im Regierungsbezirk Beira Alta auf. Schemenhaft wellen sich Gipfelgrate im Dunst der Morgensonne und malen purpurne Linien an den unteren Rand des Azurblau des Himmels. Eine vollkommene friedliche Stimmung senkt sich über die Weite der Hochebene, die sich zwischen den beiden majestätischen Flüssen Dão und Mondego erstreckt.
Laubwälder und flächenbedeckende Rebstock Lagen stehen im Farbensog des Herbstes da. Gelb und Ocker, rostrot und orange, leuchtet das Laub, benetzt vom nächtlichen Tau. Wildkräuter schießen aus dem steinigen, schieferhaltigen Boden empor, glänzen wie ein grünlich schimmernder Teppich. Irgendwo kräht ein Hahn. Schmale Rauchfahnen steigen aus den in die Hochebene hineingesetzte Höfe, die meisten aus Granitstein erbaut, mit zinnoberroten Schindeln gedeckten Dächern, aus denen mächtige Kaminschlote ragen und dir als Betrachter verraten, wie kalt es im Winter wird.
Das Burgund Portugals wird der Dão genannt und beim Hineinschauen in das Stillleben fällt es nicht schwer, dem Vergleich zuzustimmen. Weich schraffiert breiten sich langgestreckte Felder gen Südosten aus, auf ihnen stehen wie mit dem Lineal gezogene gerade gesetzte Lagen Weinstöcke – oder Mais – oder Obsthaine. Alles Produkte, die der Region seit der Antike wirtschaftlichen Wohlstand bescheren.
Auf einem Hügel nördlich des Dão thront die mittelalterlich anmutende Stadt Viseu. Von hier aus kannst du 360-Grad-Rundumblicke und Ausblicke in Richtung Spanien genießen. Deswegen fiel noch in ritterlichen Zeiten die Wahl für eine Festung mit Siedlung, Kathedrale und prächtigen aristokratischen Residenzen auf dem Hügel, auf diesen Standort. Denn von hier aus hat man die gesamte Umgebung im Blick. Im Visier sozusagen, woraus sich der Name der altehrwürdigen Stadt ableiten lässt. Denn gerade im Grenzgebiet zwischen den früheren Königreichen Kastilien-León und Portugal, herrschten permanent Konflikte um Wald, Boden und Grenzsouveränität. Das Tal des Douro, die Gegend hinter den Bergen, der Dão, sind vom Universum beschenkte fruchtbare Regionen, in denen alles wächst, da Wasser sowie mineralstoffreiche Böden satt vorhanden sind, zudem Wald für die Jagd.
Die Nähe zum Ozean bot darüber hinaus auch noch leichten Zugang und zu den uralten Seehandelsrouten. Eine privilegierte Provinz also, vielleicht wegen ihrer Erreichbarkeit das Sahnestück der einstigen Grafschaft Portucali, die die kastilische Prinzessin Teresa in die Ehe mit dem Burgundersohn Heinrich eingebracht hat. Teresa wollte ihr Feudalrecht gerne ausweiten und nach Süden vergrößern, am liebsten bis an den Al-Gharb, doch ihr Mann war zufrieden mit dem Garten Eden im Nordwesten der Iberischen Halbinsel, so dass erst ihr Erstgeborener Sohn Afonso-Henriques das Schwert hob und zum Kampf gegen die Mauren ausrief. Dank seines Willens, den Islam aus Iberien zu verdrängen, gelang es ihm tatsächlich, die Mitgift seiner Mutter aus der kastilischen Lehnherrschaft herausschälen und tatsächlich ein eigenes Königreich zu gründen: Im Vertrag von Zamora wurde die Gründung des Königreiches Portugal beschieden und damit begann das sich Formen eines neuen Nationalstaates mit einem neuen Volk, den Portugiesen.
Natürlich war das Versprechen an den Papst damals, ein Schneiderstreich für das neugeborene Land, denn damit schirmte die gesamte Südwestküste der Iberischen Halbinsel das kleine Königreich Portugal ab. Es profitierte von den jahrtausendealten Handelsrouten aus den Häfen der Karthager, Römer, Westgoten und Mauren sowie von Routen durch das Landesinnere. Eine dieser Haupthandelsrouten führte mitten durch das sogenannte portugiesische Burgund, dass mit dem erwähnten historischen Hintergrund eine doppelte Bedeutung erhält, und bei Viseu mit letzter Marktstation und Garnisonsposten zum Tor zu Kastilien-León avancierte und sich zu einer blühenden wirtschaftlich und landwirtschaftlich begehrten Region entwickelte.

Viseu ist deswegen eine autonom erwachsene Stadt, die sich stets selbst versorgen konnte, selbst verteidigen, selbst regieren, und die darüber hinaus noch regen Handel mit all ihren nachhaltigen Produkten betrieb – und betreibt. Schattig begrünt ist Viseu im Neustadtteil, enge lauschige Gassen mit kleinen Handwerksboutiquen, Cafés und Restaurants säumen deinen Erkundungsgang durch das ehemalige jüdische Viertel bis hinauf zur Domkirche und den großen Platz davor, an dessen Rand sich eine der schönsten Barockkirchen Portugals erhebt. Und ein Nationalmuseum für Kunst, das dem berühmten Renaissance-Maler, dem Meister Grão Vasco Fernandes gewidmet ist. Ein großer Teil seines beweglichen Nachlasses wird hier ausgestellt, wobei einige seiner Meister-Arbeiten etliche Kirchen und Kathedralen Portugals zieren, zum Beispiel die Wallfahrtkirche in Lamego. In den anderen Etagen der palastähnlichen, zum Museum umgebauten Stadtresidenz begegnest du portugiesischen Künstlern und Skulpteuren, die die Kunstgeschichte Portugals maßgeblich mit beeinflusst haben, so wie ihr Vorbild, der Meister, der von flämischen Malern geprägt, der erste portugiesische Künstler gewesen ist, der seine Werke signiert hat. Auch die Kathedrale mit ihrem ornamentieren Knoten-Gewölbe innen und den Zwillingsglockentürmen sowie die Barockkirche Misericórdia gegenüber sind Meisterwerke der Kirchbaukunst unterschiedlicher Epochen und historischer Einflüsse.
Gesättigt mit Impressionen aus mehreren Jahrhundert Kunsthistorie, verspürst du sicher Appetit auf die lokale Küche, die auf heimische Produkte zählt, und Lust, den Wein aus dieser anmutigen Provinz zu probieren. Für den Erstkontakt mit Dão-Wein empfiehlt sich ein Besuch mit Weinprobe im emblematischen Landschloss »Solar do Vinho do Dão«. Aus sieben verschiedenen Gegenden setzt sich die seit 1908 demarkierte Weinanbauregion Dão DOP zusammen, die seit 1990 in ein kontrolliertes Anbaugebiet mit Gütesiegel DOC erhoben wurde. Im »Solar do Vinho do Dão« kannst du feine Tropfen von 48 Produzenten auswählen – und kosten. Ein echtes Weinschmecker-Paradies. Darüber hinaus erfährst du alles über die insgesamt fünf Weinrouten, die sich durch die Auen, Täler und Hochebenen erstrecken und dich einmal mitten durch das Burgund Portugals leiten.
Selbst der Meister Grão Vasco Dão begegnet dir hier wieder. Allerdings in flüssiger Form. Der Wein mit dem Namen des größten Renaissance-Maler Portugals, ist sicherlich der namentlich bekannteste Wein aus der verträumten Gegend am Fuße der Serra da Estrela und stammt aus dem Traditionsweingut »Quinta dos Carvalhais«. Der Rote vereint die vier wichtigsten roten Rebsorten des Dão in einer vollmundig samtenen Cuvée, die auf den mineralhaltigen Böden bestens gedeihen: »Jaen«, »Alfrocheiro Preto«, »Touriga Nacional« und »Tinta Roriz«. Der Weiße strotzt vor Aromanuancen nach Kernobst und Ananas, unterlegt mit blumiger Note und überzeugt mit seiner önologischen Finesse aus dem Rebsorten-Trio »Bical«, »Malvasia Fina«, »Encruzado«.
Die edlen Tropfen des Dão finden seit 1990 weltweit immer mehr Bekanntheit. Auf gerade einmal nur 20.000 Hektar Gesamtfläche gedeihen Trauben, deren Bouquet-Raffinessen ihresgleichen suchen, weil sie sich im Geschmack, im Volumen, in den Farbnuancen sowie in der Zungenhaptik von allen anderen Weinen Portugals unterscheiden. Die Winzer der Region setzten einmütig auf Qualität und Eleganz und kultivieren ihre Lagen nach einer gemeinsamem Prämisse: „Für alles gibt es den richtigen Zeitpunkt, das gilt insbesondere für die Rebstock Hege und für die Weinlese. Wir machen Wein, wie es sich gehört und tanzen nicht auf der Modewelle Trendwein mit.“ Vielleicht ist es eben diese nachhaltige Einstellung der Winzer zu ihrer Region und ihrer Produktion, die sie in ihrem Qualitätsanspruch eint – aber das dennoch jede Lage erfreulich überraschend unterschiedlich schmeckt.
Im Weingarten Dão haben sich vor allem Pioniere niedergelassen, die im Weinanbau mehr erkennen als ein lukratives Geschäftsmodell, nämlich die Verwirklichung eines Traumes im Geiste der Vorväter. Im nächsten Blogbeitrag besuchen wir einen dieser Pioniere, der 1990 beschloss, seine Trauben nicht mehr nur zu verkaufen – sondern selbst Wein zu keltern und erfahren mehr über eben diesen kleinen, aber feinen unternehmerischen Unterschied… » (erscheint am 15. November 2023)

Zutaten:
Zubereitung:
TIPP: Wenn du magst, legst du die Servierplatt mit frischer Ananas in dünne Scheiben aus, bevor du sie mit Creme auffüllst und bestreust das fertige Dessert mit etwas Zimt, dann schmeckt die schnelle Creme noch feiner.
Weinempfehlung: Im Rezeptbuch der Beira Alta Küche steht ein Weißwein als Empfehlung, folgen wir dem Beispiel und wählen einen aus dem Hause »Quinta de Pellada / Quinta de Saes« aus der Vinho Bar.
Bom aproveite!
(Fotos: Canva)
Olá, ich bin Catrin Ponciano. Portugal ist meine Wahlheimat seit 1999. Bis 2006 war ich Küchenchefin, dann habe ich in Portugal das Messer gegen einen Stift als Werkzeug getauscht. Seither veröffentliche ich redaktionelle Beiträge und Blogs über Portugals Kultur, Geschichte, Politik, über Land und Leute, über Kulturerbe, Musik und Kunst, und über allerfeinste Speisen, Märkte, Weine, und Liköre. Als Schriftstellerin publiziere ich literarische Reisebücher, Essays, und Kriminalromane am Schauplatz Portugal. Als Kulturvermittlerin begleite ich Bildungsreisen, Journalistenreisen und TV-Drehteams. Wer mehr über mich erfahren möchte, schaut und liest hier weiter: www.catringeorge.com
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Das Dorf »Fernando Pó« erreichst du wunderbar mit dem Zug. (Donnerstags und samstags mit dem eigens bereitgestellten IC-Intercidade vom Bahnhof Lissabon-Orient) Bereits auf der Fahrt vom Orientbahnhof quer durch Lissabon, über die legendäre 25. April-Brücke über den Tejo gen Süden weiter Richtung Setúbal bis zu dem Behelfsbahnhof, »Apeadeiro Fernando Pó« dringst du vor in die Tiefebene an der Sado-Mündung, bedeckt mit Rebstöcken, Schirmpinien und Korkeichen, soweit das Auge reicht.
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© Bildrechte der Weingutsfotos: jeweilige Weingüter.
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