Ein fruchtig‑mineralischer Douro‑Weißwein mit intensiven Aromen weißer Früchte und feinem Holzton. Trocken, elegant und ideal zu Geflügel, Fisch und mildem Käse.
10 % Rabatt
Für kurze Zeit erhältst du einen exklusiven Vorteil auf ausgewählte Empfehlungen – der Abzug erfolgt automatisch im Warenkorb.
Ein fruchtig‑mineralischer Douro‑Weißwein mit intensiven Aromen weißer Früchte und feinem Holzton. Trocken, elegant und ideal zu Geflügel, Fisch und mildem Käse.
10 % Rabatt
Ein fruchtbetonter Rotwein aus dem Douro mit Aromen dunkler Beeren und feinen Holznuancen. Kraftvoll, harmonisch und ideal zu würzigen Fleischgerichten oder Käse.
10 % Rabatt
Ein aromatischer Douro‑Rotwein mit intensiven Noten roter und schwarzer Früchte sowie feinen Gewürzakzenten. Ausgewogen, strukturiert und mit elegantem Abgang – vielseitig zu Fleisch, Pasta und Käse.
10 % Rabatt
Portugiesen sind Weltmeister im Feiern. Das ganze Jahr über gibt es Anlässe zum Gesellig sein und Weihnachten krönt den Höhepunkt der Zusammenkunft überhaupt.
Krippen werden gleich Anfang Dezember aufgestellt. In jedem Haus eine eigene, meistens aus Naturmaterialien selbst gebastelte. In jeder Kirche und Kapelle im Großformat wachen die Heiligen Drei Könige, nebst Kuh und Esel, Schaf und Ziege, und schauen mit Maria und Josef in die Krippe im nachgeahmten Stall. Eine Superlative-Krippe finden Krippenliebhaber an der Algarve in Vila Real de Santo António eingebettet in eine originalgetreue Landschaft mit 7500 Figuren ausgestellt.

In der Basilika-Kirche Estrela zu Lissabon steht die älteste ganz und gar aus Holz erschaffene und auf den Weihnachtsmärkten allerorts tummeln sich Pantomimen, die das Krippenspiel live nachstellen. In Évora im Alentejo lädt ein eigenes Krippenmuseum mit Werken aus der christlichen Welt ein. In Castro Marim gibt es Figuren aus Meersalz, in Monchique aus Kork, in Borba aus Marmor skulptiert und in São Pedro de Corval aus Ton modelliert, in der Serra do Mú aus Flicken genäht und vielerorts lebensgroß aus Pappmaché geklebt. Jede Krippe ist ein mit Herzblut erschaffenes Einzelstück, so dass du während der Vorweihnachtszeit in Portugal regelrecht zum Krippenpilgern gehen und überall wieder etwas Neues sehen kannst.
Ein Detail eint sie jedoch alle. Die Krippe ist noch leer. Erst am Heiligabend bettet man eine Christuskind-Puppe oder Figur in die mit Stroh gefüllte Mulde. In etlichen Kirchengemeinden ist es sogar nach wie vor Brauch, dass die Gläubigen am Ende der Messe Missa do Galo, nachdem der Hahn um Mitternacht mit einem Schrei (vom Band) die Geburt des Christkindes verkündet, die Figur auf die Stirn zu küssen und sich anschließend gegenseitig zu umarmen. Erst danach geht es heim zur Bescherung.

Doch bis zur Noite da Consoada de Natal, wie Heiligabend hierzulande heißt, gibt es etliches zu erledigen. Getreidesamen keimen in kleinen Blumentöpfchen, denn sie schmücken mit grünen Halmen den hauseigenen Altar neben der Krippe. Reife Orangen gehören dazu, Olivenzweige und Lavendel. Es sind milde Gaben für den erbetenen Segen für Familie und Heim für das kommende Jahr: Möge dank der Keime das Mehl für Brot niemals ausgehen, dank Orangen es nie an Geld fehlen, dank des Ölbaumes das Heim ein Hort des Friedens sein und der Rauch der Lavendelzweige böse Geister aussperren. Ältere Semester stellen zur Abschreckung zusätzlich einen Unterteller mit Reis und Knoblauch hinter die Eingangstür, davor eine Froschfigur und hängen die Hand Fátimas auf. Manchmal noch ein Glasauge, als Schutz vor dem bösen Blick.
Selbstverständlich kommt in Portugal an Heiligabend Bacalhau auf den Tisch. Denn die Portugiesen und der erst gesalzene und dann getrocknete Kabeljau aus dem Eismeer verbindet eine kulinarische Liebesbeziehung. „Treuer Freund“, Amigo Fiel, nennen sie den Fisch, der Jahrhundertelang das Protein von Fleisch auf dem Tisch ersetzt hat, als Fleisch von der Kirche noch als Verführung zur Sünde proklamiert wurde und als sich kaum eine Familie überhaupt welches leisten konnte. Kabeljau nährt – und schmeckt. So haben portugiesische Hausfrauen aus der einstigen Not eine Tugend gemacht und Dutzende köstliche Arten der Zubereitung ersonnen. Dazu zählen delikate Gratins mit Bechamel, Gambas, Banane. Bacalhau-Pfannküchlein mit Kräutern. In Tomaten-Zwiebelsud gesottene Filets. Zerzupft und à la spirituell im Brotteig gebacken oder mit Ei und Oliven zur Omelette in der Pfanne geschwenkt. Bacalhau geht immer und mit allem.
Der Heiligabend-Bacalhau vereint, was im Winter wächst: Kohl, und Kartoffeln, zum Fisch ein hartgekochtes Ei - in Andenken an jene Zeiten, als niemand mehr auf den Teller bringen konnte. Heutzutage wird Bacalhau phantasievoll lukullisch serviert. Vorher bricht die Familie Brot und tunkt es in Olivenöl. Noch ein schöner Usus, genannt Tiborna, als man jeden Reisenden vorbehaltlos willkommen hieß und Brot mit ihnen brach. „Du kommst als Fremder und gehst als Freund“, heißt es weise. Brot als Symbol des Vertrauens, Olivenöl als Ausdruck friedlicher Absicht. Dazu trinkt die Familie mit ihren Gästen am Heiligabend Rotwein. Gerne einen Roten mit ausdrucksstarkem Bouquet, zum Beispiel »Castelares Reserva« aus der Vinho Bar von der »Quinta dos Castelares«.

Zum Dessert stehen jede Menge Süßspeisen bereit. Alle bringen sie ein anderes Dessert mit. In Anlehnung an die biblische Geschichte gibt es Geschenke - und Süßes zu Christi Geburt. Denn Zucker war früher rar – und teuer. Naschwerk als Geschenk gilt deswegen nach wie als Zeichen der Wertschätzung: „Unserer Freundschaft ist mir teuer.“ Also bäckt man fluffige Süßkartoffeltäschchen, Rabanadas, Schmalzkringel, kocht süßen Reis und Fadennudeln, und bastelt Süßmarzipanfigürchen. Zu all den Leckereien dürfen Liköre nicht fehlen. Neben dem Kräuterlikör Beirão steht natürlich Portwein bereit, aus edel geformter Flasche ausgeschenkt ein 20 Jahre im Fass gereifter Tawny von der Quinta de la Rosa. Aus der Algarve gibt es außerdem einen Schluck Medronho, das ist ein Baumerdbeerschnaps, der im Magen Klarschiff macht.
An Heiligabend am Nachmittag trudelt die Familie allmählich ein. Es gibt keine verabredete Uhrzeit. Alle kommen, wann sie kommen. Kein Esszimmer ist zu klein, überall passt immer noch ein Stuhl hinein. Es ist eng, es ist warm, alle sind glücklich sich zu sehen. Die Kinder spielen, die Erwachsenen reden, lachen, trinken Wein, stippen Brot in Olivenöl, naschen Oliven und Käse mit Quittenmarmelade dazu.
Nach dem Mahl brechen sie auf zur Hahnenschrei-Messe, kommen gegen ein Uhr früh zurück und essen und trinken und reden weiter, bis niemand mehr auch nur einen Krümel schafft. Erst dann begibt man sich zur Ruhe. Die Festtafel bleibt wie verlassen stehen, denn in der stillen Nacht rücken Glaube und Aberglaube so nahe zueinander, dass im Andenken an die Toten alles unberührt auf dem Tisch bleibt.
Am nächsten Morgen kommt ein Truthahn oder Lammkeule in den Ofen. Davor gibt es reichlich Schaltiere und von allen Sorten, die in Portugal heimisch sind. Portugiesen lieben es nämlich mit den Fingern zu essen und so türmen sich alsbald leere Muschelschalen und Schalen ausgepuhlter Gambas auf. Gedünstete Venusmuscheln, Gambas, Carabinieri, Lagunenherzmuscheln, Sägezähnchen, Taschenkrebs, außerdem Unmengen rohe Austern befüllen auf Platten den Tisch und werden bis zum letzten Muschelkern verputzt. Grüner Wein aus dem Minho aus der Traube »Alvarinho« aus dem Hause Soalheiro gehört dazu - und Buttertoast. Stunden später ist der Festtagsbraten fertig. Man tauscht Teller und Besteck und isst weiter und weiter bis es dunkel wird und die Kerzen leuchten. Erst dann nimmt die Familie Abschied. Einen zweiten Weihnachtstag feiert Portugal nicht. Denn die Arbeit ruft, der Alltag kehrt zurück und alle freuen sich schon auf das nächste Fest: Sylvester.
Königskuchen zum neuen Jahr hat ein Bäcker eigens erfunden, erzählt eine Legende, weil die Heiligen Drei Könige Melchior, Kaspar und Balthasar sich nicht einigen konnten, wer von ihnen dem Christkind als erster die Ehre erweisen und seine Geschenke übergeben darf. Ein Hefeteigkranz mit kandierten Früchten Nüssen und eine Überraschung krönt den letzten Tag des Jahres, und darf in der Neujahrsnacht genauso wenig fehlen wie Kohlsuppe, Rosinen - und Schaumwein… » (erscheint am 31. Dezember 2023)

»Tiborna« mit Käse mit Quittenmarmelade & Salzmandeln
» Bacalhau im Ofen im Zwiebel-Kräutersud mit Süßkartoffelpüree und Broccoli
Zubereitung
Bacalhau will Rotwein: Leicht gekühlt passt der »Paço do Conde Reserva 2018« von Herdade Paço do Conde oder der 2018 Quinta de Saes Tinto aus dem Dão ganz hervorragend dazu.

» Rabanadas mit heißen Waldfrüchten und Creme-Fraîche

(Fotos: Catrin Ponciano, Quinta de la Rosa, Canva)
Olá, ich bin Catrin Ponciano. Portugal ist meine Wahlheimat seit 1999. Bis 2006 war ich Küchenchefin, dann habe ich in Portugal das Messer gegen einen Stift als Werkzeug getauscht. Seither veröffentliche ich redaktionelle Beiträge und Blogs über Portugals Kultur, Geschichte, Politik, über Land und Leute, über Kulturerbe, Musik und Kunst, und über allerfeinste Speisen, Märkte, Weine, und Liköre. Als Schriftstellerin publiziere ich literarische Reisebücher, Essays, und Kriminalromane am Schauplatz Portugal. Als Kulturvermittlerin begleite ich Bildungsreisen, Journalistenreisen und TV-Drehteams. Wer mehr über mich erfahren möchte, schaut und liest hier weiter: www.catringeorge.com
Vom Alentejo aus nimmst du Kurs Richtung Atlantik ins südliche Hausgebirge Lissabons, wo Moscatel am Kap Espichel am besten mundet...
„Land ohne Schatten“ nennen Bauern des unteren Alentejo ihre Region, wo Getreidefelder den Himmel berühren und sich Ölbaumwipfel im Wind...
Anders reisen, nachhaltig reisen, entschleunigt reisen, heißt es oft und gerne. Weintourismus erfüllt alle drei Kriterien und beschert dir darüber...
Zum Tag der sich Liebenden, Dia dos Namorados, wie der Valentinstag in Portugal heißt, werden einstige Traditionen wie Steine zum...
Literarisch wird überall von Gedankenreise gesprochen, so dass ich dich zum Ende des Jahres 2025 zu einem weihnachtlichen Gedankenflug durch...
Der Wein im Eimer, einst aus Zufall entstanden, zählt heutzutage zu den Edelgetränken schlechthin und passt zu jedem Anlass –...
Die Weinlese in Portugal ist abgeschlossen. Herbst zieht ein und malt das Weinlaub mit seinen Feuer-Farben an. Die Arbeit im...
Mit Tradition nimmt es Portugal genauso genau wie mit der Sehnsucht. Seit sich jedoch immer mehr Portugiesen nach 0 %...
Magie oder Wahrheit? In Portugals Weinen steckt beides! Portugal und Wein, verbunden durch eine Legende, verewigt im Buch „Die Lusiaden“,...
Von Korkeichen, Korkschwämmen und Weinkorken José-Paulo Nunes nimmt mich mit in seinen Korkeichenwald. „Weißt du, Korkeichen pflanzen wir Waldbauern für...
Mystische Prozession im Fackelschein, Blumenlaternen, Besuch der Taufpaten. So feiert Portugal Ostern Du wünschst in Portugal ein glückliches Osterfest mit...
Die hier ab und zu vorbeischauen, kennen mich bereits, als Bloggerin für die Vinho Bar. Heute möchte ich dir etwas...
Portugal feiert den Valentinstag mit einzigartigen Bräuchen – von bestickten Liebestüchern bis zum Krug der Verliebten. Erfahre mehr über die Traditionen und probiere ein feuriges Piri-Piri-Hähnchen-Rezept für einen genussvollen Abend zu zweit!
Die Portugal bereist haben, verspüren kaum wieder zu Hause ein merkwürdiges Gefühl: saudades – Erinnerungsweh nach der portugiesischen Lebenslust. Das...
Den Zahnarzt aus Estremoz kennt im oberen Alentejo jeder. Und das nicht nur wegen seiner Dentalkunst, sondern vor allem wegen...
Die Quinta de la Rosa in Pinhão im Weinanbaugebiet im Hohen Tal des Douro zählt zu den exponiertesten Lagen der...
Der Grüne Wein für jeden Anlass Die Portugiesen behaupten, zu jedem Anlass im Leben gäbe es einen eigenen Grünen Wein....
Im Sommer leuchtet Portugals Himmel zweimal am Tag Pink. Am frühen Morgen und am späten Abend. Genauso leuchten Portugals Roséweine...
Du liebst Straßenfeste? Dann reist du nach Portugal im Monat Juni goldrichtig. Im Sommermonat Juni feiern Lissabon und Porto ihre...
Selbstverständlich begeht Portugal den ersten Mai als Tag der Arbeiter – und macht blau. In Lissabon und in allen Provinzstädten...
In dem kleinen Städtchen Sangalhos in der Weinregion Bairrada nördlich von Coimbra, entdeckst du eine weltweit einzigartige Rarität: Ein unterirdische...
Das Weingut »Bacalhôa« in Azeitão, südlich von Lissabon am Fuß der Kordilleren Serra Arrábida gelegen, blickt zurück auf 500 Jahre...
Nach einem feinen Mahl gönnt man sich gerne einmal einen Digestif. Das kann ein Obstler sein, ein Likör, oder ein...
Entdecke die literarische Welt des portugiesischen Bauernweins »Vinho do Saloio«. Tauche ein in die Geschichte und die Verbindung zu berühmten Schriftstellern wie Charles Dickens, Lord Byron und William Shakespeare. Erfahre mehr über die Weinanbauregion Bucelas und den einzigartigen »Arinto«-Wein. Lass dich von den Aktivitäten in der Umgebung inspirieren und genieße die regionale Küche mit köstlichen Spezialitäten wie dem portugiesischen Gazpacho »Arjamolho«. Begleitet von einem kühlen Glas »Soalheiro Rosé« wird der Artikel zu einer literarisch-kulinarischen Reise durch Portugal.
Das Dorf »Fernando Pó« erreichst du wunderbar mit dem Zug. (Donnerstags und samstags mit dem eigens bereitgestellten IC-Intercidade vom Bahnhof Lissabon-Orient) Bereits auf der Fahrt vom Orientbahnhof quer durch Lissabon, über die legendäre 25. April-Brücke über den Tejo gen Süden weiter Richtung Setúbal bis zu dem Behelfsbahnhof, »Apeadeiro Fernando Pó« dringst du vor in die Tiefebene an der Sado-Mündung, bedeckt mit Rebstöcken, Schirmpinien und Korkeichen, soweit das Auge reicht.
Wein muss atmen. Am besten gedeiht er deswegen in Gegenden, in denen seicht und stetig Wind weht. So wie in...
© Bildrechte der Weingutsfotos: jeweilige Weingüter.
Hol dir Portugal nach Hause! 🍷
Tritt unserem WhatsApp-Kanal bei und verpasse keine exklusiven Angebote, Wein-Tipps und Food-Ideen mehr.
Jetzt Kanal abonnieren!
Du musst 18 Jahre alt sein, um diesen Shop zu betreten.
Bist du über 18 Jahre alt?
Es scheint, dass du nicht alt genug bis, um bei uns einzukaufen. Komm bitte wieder, wenn du 18 oder älter bist.