Ein fruchtig‑mineralischer Douro‑Weißwein mit intensiven Aromen weißer Früchte und feinem Holzton. Trocken, elegant und ideal zu Geflügel, Fisch und mildem Käse.
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Ein fruchtbetonter Rotwein aus dem Douro mit Aromen dunkler Beeren und feinen Holznuancen. Kraftvoll, harmonisch und ideal zu würzigen Fleischgerichten oder Käse.
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Ein aromatischer Douro‑Rotwein mit intensiven Noten roter und schwarzer Früchte sowie feinen Gewürzakzenten. Ausgewogen, strukturiert und mit elegantem Abgang – vielseitig zu Fleisch, Pasta und Käse.
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Selbstverständlich begeht Portugal den ersten Mai als Tag der Arbeiter – und macht blau. In Lissabon und in allen Provinzstädten halten Bürgermeister Ansprachen, und zwar gleich am Vormittag, denn danach fährt ganz Portugal ins Grüne. Mit dabei ein Picknick für die gesamte Familie, zum Naschen Feigenkonfekt, Marzipanröllchen, und ein Fläschchen frisch destillierten Medronho-Schnaps aus Baumerdbeeren gewonnen.
Anfang Mai in Portugal herrschte schon immer und lange vor der Einführung des politischen ersten Mai auch noch ein ganz anderer Brauch. Man(n) ging auf Brautschau. Sobald die Sonne die Sinne kitzelt, setzten sich noch im vergangenen Jahrhundert junge hübsch zurechtgemachte Frauen mit ihren Handarbeiten vor die Haustür auf die Straße, wohl bewacht von Mama und Papa hinter der Gardine. Junge Männer flanierten „zufällig“ vorbei und schielten zu den Mädchen. Über die Handarbeit kamen die zwei ins Gespräch, und sofern die Sympathie auf beiden Seiten beruhte, lud der Hausherr den Anwärter auf ein Schnäpschen ein. Heutzutage findet Brautschau längst anders statt, aber der Brauch wird aufrechterhalten – und zwar mit selbstgenähten, teilweise lebensgroßen Puppen, die in ländlicher Umgebung ab dem ersten Mai als sogenannte „Maias“ auf Stühlen vor den Häusern sitzen.
An Christi Himmelfahrt und Fronleichnam geht das Brauchtum gleich weiter, wenn die Schafskälte und die kalte Sophie längst weitergezogen sind und Felder und Haine in vollem Grün stehen. Am Morgen zelebriert die Landbevölkerung die Heilige Messe und bittet um Segen für die Saat und für die kommende Ernte. Laut Überlieferungen nannte man früher Christi Himmelfahrt, DER TAG, wenn um Punkt zwölf Uhr mittags die Natur stillstand. Flüsse hielten inne, Ziegen und Schafe gaben keine Milch mehr, der Hefeteig fiel in sich zusammen, nicht einmal das Laub raschelte mehr im Wind, erzählen Volkslegenden. Das sei der gesegnete Moment für das Pflücken der Ähren, auf Portugiesisch »Espiga«.

So ziehen die Leute auch heutzutage durch Wiesen und Felder, und pflücken Getreidehalme. Mohnblumen, Margariten, Olivenzweige, Rosmarin, Weinlaub, in ungerade Zahl. Du kannst dir schon denken, dass jeder Pflanze eine eigene Bedeutung zugeschrieben wird. Hast du Getreidehalme im Haus, geht das Brot nie aus, glauben Bauern. Mohn lässt Herz und Sinne leuchten. Margariten versprechen Wohlstand und Wohlbefinden. Zweige des Ölbaumes garantieren Hausfrieden und Gottes Segen. Rosmarin verleiht Kraft, Durchhaltevermögen und schützt die Gesundheit. Weinlaub sichert den Nachschub für Wein und Frohsinn. Das »Espiga«-Bouquet trocknet an der Garderobe und bleibt bis zum nächsten Mai dort hängen.
Die Region des Alentejo südlich von Lissabon, ist von jeher Portugals Hausgarten gewesen - und ist es immer noch. Grünreflektierendes Olivenöl wird hier gewonnen, in das du vom Laib gebrochene Stückchen Holzofenbrot tunkst. Dazu schmeckt buttriger Schafskäse und Schinken vom Schwarzen Schwein, am besten beides. Gönne dir dazu ein Glas Rotwein aus der Erde ohne Schatten, wie die Alentejo-Bauern ihr Land nennen. Der rollt genauso trocken und warm über deine Zunge wie die Provinz sich dir präsentiert. Ausgestreckt zwischen Himmel und Atlantik in sanft wellige Hügelwiesen hingeschüttet, auf denen Korkeichen sich wie Schirme über rote Erde wölben. Im Alentejo kannst du die Natur atmen hören, so still ist es unterwegs auf einer der zig Wanderrouten oder im Weingarten einer der zig Weingüter. Dort lässt sich gut verweilen, den Blick auf die unendliche Weite gerichtet. Zum Beispiel östlich von Beja auf dem Landgut Herdade Paço do Conde.

Ausgebreitet am Ufer des Rio Guadiana, eingebettet zwischen Getreidefelder, Mohnblumenplantagen, Wildkräuterweide, Olivenhaine und Weingarten, steht das Anwesen. In dem einst königlichen Jagdgebiet wird bereits seit Ende des 14. Jahrhunderts Landwirtschaft betrieben. Seit dreihundert Jahren im Familienverbund Castelo Branco. Die Erde gibt - wir geben zurück; lautet das scheinbar simple Geschäftsmotto des erfolgreichen Familienunternehmens, das zu den ältesten Agrar-Produzenten Portugals gehört. Die Castelo Brancos bauen auf Diversität, schließlich wolle man den Boden nicht ausbeuten – sondern ihn beackern.
Der Zusammenhalt aller sorge für den Erfolg, denn man teile das Gefühl tiefer Dankbarkeit für jede Ernte, sagt der kaufmännische Direktor Carlos Campos. Der General-Direktor Pedro Schmidt bekundet seinen Stolz auf die harmonische Zusammenarbeit aller Mitarbeiter und Familienmitglieder. Önologe Rui Reguinga bekräftigt, nur wenn man Boden und Reben mit Respekt behandelt, kann man beste Früchte ernten. Starke Worte auf der Firmen-Homepage.
Das auf Familientradition fußende Einverständnis im gesamten Team schafft gute Laune. Während der Arbeit – und danach. Gäste, Freunde, Besucher, werden (nach Anmeldung) mit offenen Armen empfangen. Zu besonders bestellten Anlässen mit Weinprobe und regionalen Käse- und Schinken-Häppchen, sogar mit Balladengesang. Noch eine Tradition auf dem Gehöft, weswegen das Wappen eine mittelalterliche Harfe schmückt.
(Foto: Herdade Paço do Conde)
In Kürze kannst du dich auf eine neue Kollektion Rote und Weiße von der Herdade Conde do Paço freuen. Passend zum Picknickwetter kommt ein fruchtiger Weißer »HDP-Branco» aus den Alentejo-Trauben »Antão Vaz« und »Arinto« in der Vinho Bar an - köstlich zu kalten Feinkostsalaten. Leicht gekühlt ist der »HDP-Tinto« mit seinem erfrischenden Aroma nach Kirsche und Himbeere ebenso ein willkommener Begleiter für ein Tischlein-deck-Dich im Freien. Für ein gesetztes Menü mit Wild und Risotto, oder zu würzigen Käsesorten mit Wurstspezialitäten vom »Porco Preto« vom Brett, bieten sich gleich drei ausgewählte Rote Neuankömmlinge an: Der Sortenwein »Syrah-Tinto«, zwölf Monate in französischer Eiche ruhend, rollt mit subtilen Waldfruchtaromen über die Zunge, während der »Reserva« nach vierzehn Monaten im Barrique tröpfchenweise sein Tannin reiches und dennoch sanftes Bouquet entfaltet. Der König der Roten in Neuen Fässern aus französischem Eichenholz und anschließend in der Flasche gereift, ist der »Grande Reserva«. Eine gelungene Cuvée aus Alicante-Bouschet und Syrah Trauben, deren kräftige Aromen nach dunklen Beeren mit einem Hauch Vanille, trocken samten im Mund explodieren.
Am besten bestellst du für eine kleine Weinprobe mit Freunden auf der Terrasse einmal das gesamte Programm und genießt die sonnige Kraft des Alentejo mit Fernweh im Herzen über Zunge und Nase.
Im Juni feiert Portugal seine Schutzheiligen António, Pedro, und João, mit Marschmusik, Volksfest, Sardinen vom Holzkohlegrill – und Wein. In Lissabon außerdem mit kirchlicher Massentrauung in der Kathedrale, in Fischerorten mit Fischerboot-Corso, und in Porto mit außergewöhnlicher Barken-Regatta auf dem Douro …

Im Alentejo gedeihen nicht nur feinste Olivensorten, die ältesten Ölbäume brachten bereits die Phönizier mit, sondern auch jede Menge Tomatenvariationen. Vom Ochsenherz bis zur Cocktailtomate, sage und schreibe 46 verschiedene Paradiesäpfel, wie die Römer sie nannten. Olive und Tomate passt wunderbar zu Geflügel, vermählt mit Gewürzen aus der mahgrebinischen Küche entstand ein einfaches, doch sehr wohlmundendes Rezept:
Für 4 Personen:
Zubereitung:
Dazu empfehle ich dir den »Syrah-Tinto 2018« aus der Herdade Paço do Conde.
Bom apetite!
Tipp: Kalt genossen, passt das Schmorhähnchen in jeden Picknickkorb, dazu einen grünen Salat mit Jogurt Dressing. Dazu mundet prima ein Glas vom fruchtigen »HDP-Branco« Weißwein.
Olá, ich bin Catrin Ponciano. Portugal ist meine Wahlheimat seit 1999. Bis 2006 war ich Küchenchefin, dann habe ich in Portugal das Messer gegen einen Stift als Werkzeug getauscht. Seither veröffentliche ich redaktionelle Beiträge und Blogs über Portugals Kultur, Geschichte, Politik, über Land und Leute, über Kulturerbe, Musik und Kunst, und über allerfeinste Speisen, Märkte, Weine, und Liköre. Als Schriftstellerin publiziere ich literarische Reisebücher, Essays, und Kriminalromane am Schauplatz Portugal. Als Kulturvermittlerin begleite ich Bildungsreisen, Journalistenreisen und TV-Drehteams. Wer mehr über mich erfahren möchte, schaut und liest hier weiter: www.catringeorge.com
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Das Dorf »Fernando Pó« erreichst du wunderbar mit dem Zug. (Donnerstags und samstags mit dem eigens bereitgestellten IC-Intercidade vom Bahnhof Lissabon-Orient) Bereits auf der Fahrt vom Orientbahnhof quer durch Lissabon, über die legendäre 25. April-Brücke über den Tejo gen Süden weiter Richtung Setúbal bis zu dem Behelfsbahnhof, »Apeadeiro Fernando Pó« dringst du vor in die Tiefebene an der Sado-Mündung, bedeckt mit Rebstöcken, Schirmpinien und Korkeichen, soweit das Auge reicht.
Wein muss atmen. Am besten gedeiht er deswegen in Gegenden, in denen seicht und stetig Wind weht. So wie in...
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