Ein fruchtig‑mineralischer Douro‑Weißwein mit intensiven Aromen weißer Früchte und feinem Holzton. Trocken, elegant und ideal zu Geflügel, Fisch und mildem Käse.
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Ein fruchtbetonter Rotwein aus dem Douro mit Aromen dunkler Beeren und feinen Holznuancen. Kraftvoll, harmonisch und ideal zu würzigen Fleischgerichten oder Käse.
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Ein aromatischer Douro‑Rotwein mit intensiven Noten roter und schwarzer Früchte sowie feinen Gewürzakzenten. Ausgewogen, strukturiert und mit elegantem Abgang – vielseitig zu Fleisch, Pasta und Käse.
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Zu Besuch bei Dona Ermelinda: Natürlich ist Lissabon die Stadt der Sehnsucht, und natürlich kommt die ganze Welt hierher und zelebriert das Licht, die Leichtigkeit des Seins … und saudades …
Zur Leichtigkeit des Seins gehören Urlaubsfeeling, Genussmomente und Wein. Den gibt es in Lissabon satt und im Prinzip an jeder Hausecke. Denn in Portugal, so heißt es, sei das nächste Café höchstens 200 Meter entfernt. Und wenn du schon einmal in Lissabon gewesen bist, dann weißt du, was die Portugiesen meinen: In einer portugiesischen „Snack-Bar“ gibt es nicht nur allerfeinsten Kaffee, es gibt auch Sagres und Super-Bock-Bier – und Wein – und irgendetwas zum Schnabulieren dazu, denn niemand in Portugal trinkt Wein allein.
Du warst noch nicht in Lissabon? Höchste Zeit! Bis dahin nehme ich dich hier in diesem Blog einfach auf einen Gedankenausflug mit. Du flanierst über kunstvoll mit Kopfstein ausgelegte Avenidas, drückst dir die Nase an Auslagen hinter historischer Kulisse platt und erklimmst jeden Aussichtspunkt auf der Jagd nach noch einem romantischen Ausblick für noch mehr unvergessliche Fotos. Und glaube mir, Lissabon hat davon reichlich zu bieten. Ein Geheimtipp von mir ist der Miradouro do Recolhimento ganz droben auf dem Burghügel, der kaum besucht wird.
Dein Weg dorthin führt durch das Burgviertel hinter der mächtigen Maurenburg Castelo de São Jorge. Ständig hörst du aus dem Burggarten Pfauenschreie. Du gelangst zu einem Kindergarten mit Spielplatz, das Gittertor steht offen, und um die Ecke empfängt dich ein lauschiger Park mit Aussicht über die Alfama, das Mausoleum, die Klosterkirche des Heiligen Vinzenz und die Escolas Gerais.

Der Weg bis hierher war steil und anstrengend, ein Boxenstopp in einer Cafébar bietet sich an: ein kleiner Hartkäse zum Bröseln, Oliven, rote Chouriça-Wurst und ein Glas Wein dazu. Das gibt neuen Elan und stillt den Appetit. Der Rote kommt aus dem Wein-Beutel, das ist das, was früher einmal das Holzfass gewesen ist, und wird genauso wie früher direkt ins Glas gezapft. Leicht gekühlt rollt dir die ganze Sommerfrische seines Terroirs von südlich des Tejo über die Zunge. Wenn du nachfragst, wie der Vinho da Casa heißt, den du trinkst, lautet die Antwort in den allermeisten Cafébars: M.J. Freitas von „Ermelinda“.
Ermelinda Freitas war die Gründerin und Grande Dame des gleichnamigen Weinguts und Labels Casa Ermelinda Freitas, das heute in vierter Generation von Leonor Freitas geführt wird. Dort hat man in den 90er-Jahren den Wein-Beutel als Ersatz für das Holzfass erfunden. Der „Beutel“ im Pappkarton bietet der Gastronomie eine qualitativ hochwertige und dennoch günstige Variante von Tischwein. Ganz Portugal genießt Weine aus der Casa Ermelinda Freitas.
Solltest du einmal genug haben von Lissabons quirligem Stadtbild, dann lade ich dich jetzt zu einem etwas anderen Ausflug ein: Du gehst zurück in die Unterstadt Baixa und verlässt die Avenida durch den mächtigen Triumphbogen Arco da Rua Augusta. Vor dir breitet sich das berühmte, mit Arkadengängen bekränzte Karree Terreiro do Paço aus, der größte Platz am Wasser weltweit. Dein Ziel liegt links davon am Flussufer: der Fähranlegesteg. Dort kaufst du ein Fährticket nach Barreiro. (Tipp: Du kannst auch ein kombiniertes Tagesticket für Touristen inklusive Fährboot am Automaten in jeder U-Bahn-Station kaufen.)

Die Überfahrt über den Tejo dauert etwa 15 Minuten, und du siehst Lissabon aus der Wasserperspektive, so wie schon vor 3000 Jahren der Namensgeber Ulisses. In Barreiro steigst du „um“ vom Boot in den Regionalzug nach Pinhal Novo, wo du nochmals in den Intercity nach Évora umsteigst und zwei Stationen später in Fernando Pó aussteigst. Wenige Gehminuten vom Bahnhof entfernt erreichst du das Portal zum Weingut Casa Ermelinda Freitas. (Fahrplan: CP Portugal)
Reibe dir ruhig die Augen. Hier verstellt kein einziger Hügel die Sicht, du drehst dich einmal im Kreis und siehst nichts als Rebstöcke, in Reih und Glied gepflanzt. Weinfelder bis zum Horizont. Auf 315 Hektar Fläche baut das Unternehmen hier Wein für jeden Geschmack und Geldbeutel an. Davon gehören 300 Hektar der Familie Freitas, die traditionsbewusst von den Frauen der Familie geführt wird.
Insgesamt wachsen auf dem Terrain 28 Rebsorten, die du in einem eigenen Weingarten kennenlernen kannst, ebenso wie ihre Unterschiede in der Form des Weinlaubs, der Beschaffenheit der Trauben, der Anordnung der Rispe und ihren olfaktorischen sowie geschmacklichen Charaktereigenschaften. Neben der lokalen Rotweinrebe Castelão und der Weißweinrebe Fernão Pires gedeihen hier auch Pinot Grigio aus Italien, Malbec aus Argentinien, Petit Syrah aus Frankreich und Tempranillo aus Spanien. Die Reben bekommen, was sie brauchen, um sich wohlzufühlen: milde Brisen vom Atlantik, ein mediterran ausgeglichenes Klima und Mineralstoffe durch das vom Meersalz getränkte sandige Terroir.

Das Sortiment ist breit aufgestellt und findet mit über 1000 weltweit erlangten Auszeichnungen und Prämien auch weltweite Aufmerksamkeit – und Kunden. Die Casa Ermelinda Freitas exportiert Wein, Sekt, Wein-Beutel und Likör auf fünf Kontinente. Mit einer durchschnittlichen Jahresproduktion von acht Millionen Flaschen plus „Wein-Beutel“ zählt Dona Leonor Freitas zu den erfolgreichsten Unternehmerinnen Portugals.
Das Sortiment bietet dir als Kunden eine Menge sortenreiner Weine: Rote, Rosé und Schaumwein aus Touriga Nacional, Touriga Franca, Trincadeira, Aragonês, Syrah, Merlot und Petit Verdot, Moscatel de Setúbal als Likörwein sowie Arinto, Verdelho, Sauvignon Blanc und Chardonnay für Weißwein.
Spannend für dich als Weintourist ist neben dem Naturlehrpfad durch den Rebstockgarten ein Besuch im familieneigenen Museum, wo du mehr über die Entwicklung und Geschichte des Familienunternehmens unter weiblicher Führung erfährst, vor allem in Portugals politisch kritischen Jahrzehnten, und über sämtliche technischen Kellerei-Innovationen eines Jahrhunderts.

Für das leibliche Wohl wird zum Schluss auch noch gesorgt, und du hast die Qual der Wahl, für welche Weinprobe mit Kostproben der Region und Saison du dich entscheidest. Neben der klassischen Weinprobe mit drei oder fünf Weinen plädiere ich vor Ort für die kombinierte Weinprobe aus Weinen aller Quintas, die zur Marke gehören, dazu Käse, Wurst, Schinken, Nüsse, Likör und Schaumwein inklusive.
Die Daheimgebliebenen verspüren vermutlich gerade ein sehnsüchtiges Ziehen im Bauch. Portugal – so fern, so nah: Gönne dir einfach ein Glas Casa-Ermelinda-Freitas-Wein aus der Vinho Bar und lies den Blog mit einem Glas deines Wunschweins – weiß, rosé, rot oder Schaumwein – ein zweites Mal. Die neuen Jahrgangsweine Dona Ermelinda 2025 warten nämlich schon darauf, von dir verkostet zu werden. Am besten mit Freunden und einer Tapas-Runde: Oliven, Cracker mit Fischpastete, Brot mit Olivenöl, Käse, Schinken und Chouriça, mariniertes Gemüse, pikante Teigtäschchen, Frühlingsrollen, Empanadas und Thunfisch-Tapas mit Bohnen (siehe Rezept).
Für das vollkommene Portugal-Feeling bescheren dir die frisch abgefüllten Weine aus der Lage 2025 mineralisch fein austarierte Würze, florale Noten und fruchtige Aromen, jeder für sich ein ureigenes, charakteristisches Mundgefühl, plus genau den Schluck Sehnsucht, den die Portugiesen so lieben: saudades.

Der klassische Weiße Dona Ermelinda 2025 überzeugt dich mit vier fruchtigen Rebsorten, gelben und exotischen Früchten und einer leicht kitzelnden Säure am Gaumen. Chef-Önologe Jaime Quenda bleibt, wie gewohnt, dem Motto der klaren Linien treu und sucht mit großer Erfahrung und Hingabe beim Verschneiden des Weins exakt die Rebsorten für seine Assemblagen aus, die maximale Aromenvielfalt in einer Flasche vereinen. Ein weiteres Beispiel für Quendas Können ist der Rosé Dona Ermelinda 2025, ein aus zwei würzigen und zwei traditionellen Rotweinreben gewonnener Rosé mit einem Bouquet an Blütennuancen in der Nase und tanzender Mineralität auf der Zunge. Auch der neue Rote Dona Ermelinda 2025 überzeugt mit Tiefe und Leichtigkeit in einem Schluck: leichtes Tanningefühl im Abgang, rauchiges Holz in der Nase und kräftige Fruchtsäuren roter Waldbeeren am Gaumen.
Ein Trio, das jedem schmeckt. Ein Trio, das zu jedem Gericht passt. Der Rote geht mit Fisch, der Weiße geht mit Steak, der Rosé zu allem. Lebensgefühl pur, in der Kellerei Casa Ermelinda Freitas in Fernando Pó oder zu Hause genossen.
Für dich als Weintourist geht es am Nachmittag zurück nach Lissabon. Mit dem Gesicht im Fahrtwind am Bug der Fähre weißt du jetzt schon: Du wirst wiederkehren, nach Lissabon, zu Portugals Weinen und Weingütern. Das sind saudades – egal, ob in echt an Bord oder zu Hause auf dem Sofa gespürt, das ist Sehnsucht nach Portugal.

Zutaten:
Zubereitung:
Den Salat kannst du mit Blattsalaten servieren oder auf Baguetteschiffchen belegen und zur Tapas-Runde dazustellen. Dazu passt „Ermelinda“, und zwar alle drei.
Bom apetite.
Olá, ich bin Catrin Ponciano. Portugal ist meine Wahlheimat seit 1999. Bis 2006 war ich Küchenchefin, dann habe ich in Portugal das Messer gegen einen Stift als Werkzeug getauscht. Seither veröffentliche ich redaktionelle Beiträge und Blogs über Portugals Kultur, Geschichte, Politik, über Land und Leute, über Kulturerbe, Musik und Kunst, und über allerfeinste Speisen, Märkte, Weine, und Liköre. Als Schriftstellerin publiziere ich literarische Reisebücher, Essays, und Kriminalromane am Schauplatz Portugal. Als Kulturvermittlerin begleite ich Bildungsreisen, Journalistenreisen und TV-Drehteams. Wer mehr über mich erfahren möchte, schaut und liest hier weiter: www.catringeorge.com
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Das Dorf »Fernando Pó« erreichst du wunderbar mit dem Zug. (Donnerstags und samstags mit dem eigens bereitgestellten IC-Intercidade vom Bahnhof Lissabon-Orient) Bereits auf der Fahrt vom Orientbahnhof quer durch Lissabon, über die legendäre 25. April-Brücke über den Tejo gen Süden weiter Richtung Setúbal bis zu dem Behelfsbahnhof, »Apeadeiro Fernando Pó« dringst du vor in die Tiefebene an der Sado-Mündung, bedeckt mit Rebstöcken, Schirmpinien und Korkeichen, soweit das Auge reicht.
© Bildrechte der Weingutsfotos: jeweilige Weingüter.
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