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Ein fruchtbetonter Rotwein aus dem Douro mit Aromen dunkler Beeren und feinen Holznuancen. Kraftvoll, harmonisch und ideal zu würzigen Fleischgerichten oder Käse.
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Ein aromatischer Douro‑Rotwein mit intensiven Noten roter und schwarzer Früchte sowie feinen Gewürzakzenten. Ausgewogen, strukturiert und mit elegantem Abgang – vielseitig zu Fleisch, Pasta und Käse.
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Mein Herz schlägt augenblicklich langsamer, sobald ich den Alentejo sehe. Du fragst dich, wie das gehen mag, dann komm einfach mit mir auf eine Gedankenreise in den Süden Portugals.
Im Alentejo dehnt sich die Landschaft weit bis über den Punkt hinaus, bis wohin du schauen kannst. Wie weit das ist? Weiß ich nicht. Zwischen dir und dem Horizont nichts sonst als Natur pur ausgebreitet. Sanft ansteigende Hügel wellen durch das Bild, im Frühjahr bunt beblümt, im Sommer ährengelb, im Winter ockerrot. Hier und da ertönt ein blechernes Geräusch irgendwo fern im Gelände. Von den Signalglocken der Weidetiere hallt es herüber. Das Bimmeln zeigt dem Hirten, wo und hinter welchem Hügel das Leittier mit Chocalho steht.

Unter die Laubschirme der mächtig ausladenden Korkeichen drängen sich Schafe und Kühe. Einen Kreis bildend. Siesta haltend lümmeln sie umgeben von Wildkräutern im Gras. Lauer Wind fährt durch Ähren und Halme. Er summt das Lied des Alentejo, des Terrains ohne Schatten. Das Lied ist für dich, es zündet deine Sehnsucht an, während sich dein Blick im Himmelblau verliert und du den Duft nach Erde witterst.
Wo beginnt der Alentejo, wo endet er, fragst du. Eine Antwort kenne ich nicht – aber viele. Zwischen den Flüssen Tejo, Vascão und Guadiana, zwischen dem Atlantik und der Spanischen Estremadura, zwischen Lissabon und Algarve, halten die Wurzeln der Korkeichen, Schirmpinien, Rebstöcke und Ölbäume die lehmfarbene, spröde Erde fest. Der Alentejo berührt den Himmel und umgekehrt. Die Alentejanos leben dazwischen, sie ernähren sich von und mit der Erde, respektieren den Himmel und alle Nachbarn. Seit sie denken können, leben sie zwischen Tag und Nacht, zwischen Jahreszeiten, Sonne, Mond und Sternen und behandeln die Natur als ihren besten Freund.
Der Alentejo ist eine Provinz Portugals. Aber provinziell ist er keineswegs. Dafür bewusst traditionell. Geschichtsträchtig. Legendär sowieso, poetisch von Geburt an. Es ist ein Burgenland, voller Festungen und Bastionen. Portugals Region mit den meisten Rittergeschichten, den traurigsten Liebesaffären und den allermutigsten Helden. Es ist die Wiege der portugiesischen Seele, geschaukelt von andauerndem Heimweh und Fernweh in einer Brust. Es ist das Land der Bauern, Handwerker, Marketender und Fischer, der Hirten und ihres Gesangs, des Cante Alentejano. Und das der fleißigsten Frauen, die ich kenne.

Wo es am schönsten sei, fragst du mich? Ich antworte: überall, aber es gibt ein paar Stellen, wo ich die Magie des Alentejo am stärksten spüre:
In Évoramonte stehe ich windumtost auf dem Dach der Trutzburg mit vier runden Türmen, obwohl ein halbes Jahrtausend alt, eine Bastion der Zukunft, denn hier wurde nach einem Krieg zwischen zwei Königsbrüdern 1834 Portugals erste Verfassung gerettet.

Am Megalithen Xerez berühren meine Handflächen ehrfürchtig den über 6000 Jahre alten und mehrere Meter hohen Hinkelstein, im Quadrat umstellt von kleineren steinernen Erben der Menschheitsgeschichte. Klein und unwissend fühle ich mich neben dem Goliath, der hier am Ufer des größten Stausees Europas am Alqueva auch weiterhin über die Zeit wacht, als wäre just erst eine Millisekunde der Ewigkeit verronnen und nicht Jahrtausende.

Durch eigenwillig krauses, sich im lauen Wind wiegendes Gras folge ich dem Pfad zum Jungbrunnen der Natur. Gestaut haben Portugal und Spanien den Grenzfluss Guadiana. Wächterin des Wassers genannt, schlängeln sich ihre feuchten Arme über tausend Kilometer bis tief hinein in das dröge Land und stillen den Durst der Erde. Der Wasserspiegel blendet silbrig-blau schimmernd. Ist es etwa der Silbersee? Ein Gemälde, ein Aquarell, im buchstäblichen Sinn. Ich streife meine Kleidung ab, gleite in den See, schwimme mit kräftigen Zügen, lasse mich rücklings treiben. Eins mit der Natur.
Droben auf dem einzigen Berg der Umgebung thront, Schieferstein für Schieferstein den steilen Hang hinaufgetragen und übereinander und ineinander geschichtet, die Bastion Monsaraz. Ein Kleinod, zumindest frühmorgens und spätabends, im Winter wieder alleingelassen von Touristenmassen, und das romantischste Fleckchen unter dem Sternenhimmel, der nirgendwo in Europa intensiver funkelt, so dunkel ist es nachts hier.

In der Kreisstadt Évora inspiriert mich stets wieder der freie Geist von DenkerInnen und DichterInnen, humanistische Lehren im historischen Gemäuer studierend. Das altehrwürdige, einst römische Munizipium mit seiner fast 2000 Jahre alten, riesenhaften Tempelruine euphorisiert mich. Freiheitsdrang durchzuckt mich auf meinem Streifzug durch mittelalterliche Gassen und ich stelle mir vor, wie einst Römer, später Mauren, noch später Mönche und Nonnen, Bauern und Soldaten, Mütter und Kinder über das Kopfsteinpflaster ausschritten – so wie es heutzutage staunende Touristen tun.

Hin und her schieben lasse ich mich von Herzenslust durch das Land der Korkeichen und Ritterburgen, lasse mir butterzarten Schinken von freilaufenden schwarzen Schweinen in winzigen Dorfkneipen schmecken, wo der Wirt noch die Post für alle Dorfbewohner bekommt, in Dorfflecken so klein, dass ich die Anzahl der Häuser an zehn Fingern abzählen kann. Von einem Glas selbstgekeltertem Roten, der meinen Bauch mit Sonne erfüllt, angeregt, von nach Rosenharz duftendem Holzofenbrot in Olivenöl eingetunkt, gesättigt, ziehe ich weiter gen Westen.

Zephyr ruft. Bis zur Küste durch Pinienwälder fahre ich, und vorbei an Meersalzsalinen und Reisefeldern folge ich dem Lauf des Sado bis zu seiner Mündung in der Bucht von Setúbal. Den Geschichten von allen Welten draußen fahre ich entgegen. Zephyr entgegen, der mich an die Blaue Küste lockt, an den fünfzig Kilometer langen Sandstrand, wo das Meer türkisgrün im weißen Sand ausläuft und wo gleich hinter den Dünen die Reisfelder beginnen. Wo jeder Fisch vom Grill genauso schmeckt wie der Atlantik im Blick. Zephyr ruft mich bis dahin, wo meine Träume wohnen, nach denen ich in der Brandung tauche.

Nun weißt du also, wie der Alentejo sich anfühlt. Und falls du weiter gemeinsam mit mir in Gedanken durch den Alentejo, seine Burgen, Dörfer und Kleinode ziehen magst, kannst du das mit meinem Buch „111 Orte im Alentejo, die man gesehen haben muss".
Und damit du nicht nur vom Alentejo träumst, sondern ihn auch schmeckst, hat die Vinho Bar ein exklusives „Feinkost-Geschenk-Set" für die Sehnsucht mit meinem Buch plus Olivenöl für dich. Weitere Geschenksets mit Weinen aus dem Alentejo findest du HIER.
In meinem Buch erwarten dich 111 Orte und ihre Geschichten, dazu 111 Tipps für Unternehmungen in unmittelbarer Nähe, eine Landkarte, auf der alle Orte markiert sind, und außerdem für jedes Kapitel ein Foto. Und hier noch ein paar Extra-Tipps/Anregungen:
Kulinarisch: Spezialitäten vom Schwarzen Schwein. Mahlzeiten vom Schwarzen Schwein. Grieben aus dem Speck vom Schwarzen Schwein. Regionale Gerichte mit wildem grünen Spargel und Waldpilzen. Koriandersuppe mit Adlerfisch. Lammeintopf vom Allerfeinsten. Brotsuppe mit Stippen und Speck. Frischer Meeresfisch vom Grill. Aaleintopf. Wildgerichte. Kalte Gazpacho. Heiße Tomaten mit pochiertem Ei. Steaks vom freilaufenden Angus. Käsespezialitäten. Quarkkuchen aus Schafsmilch. Kandierte Reineclaude. Kandiertes Mandeldessert. Empanadas salzig und süß. Verbrannte Milch. Merengue mit Zitronenschaum, Florentiner mit Pinienkernen, Tarte mit Eichelpüree.

Erlebnis: wandern, radeln, klettern, reiten, tauchen, segeln, surfen, Kultur, Natur, Monumente, Weltkulturerbe, Höhlen, stillgelegte Minen, Museen.
Musik: Cante Alentejano, Hirtengesang.
Übernachten: Entweder ländlich luxuriös und absolut still oder städtisch mondän oder gemütlich familiär in Gästehäusern. Große Resorts oder All-Inclusive-Hotels findest du im Alentejo keine.
Ausgehen: Kneipen, Cafés, Studentenbars in Évora, Musikkneipen, Theater, Kino, Volksfeste, Burgfeste, Straßenfeste, Messen und Ausstellungen, Sommerfeste, Seefest.
Beste Reisezeit: Ab Valentin bis Juni / Mitte September bis Silvester.
Sejam bem-vindos na Terra sem Sombra
Weitere Informationen zum Buch >
Olá, ich bin Catrin Ponciano. Portugal ist meine Wahlheimat seit 1999. Bis 2006 war ich Küchenchefin, dann habe ich in Portugal das Messer gegen einen Stift als Werkzeug getauscht. Seither veröffentliche ich redaktionelle Beiträge und Blogs über Portugals Kultur, Geschichte, Politik, über Land und Leute, über Kulturerbe, Musik und Kunst, und über allerfeinste Speisen, Märkte, Weine, und Liköre. Als Schriftstellerin publiziere ich literarische Reisebücher, Essays, und Kriminalromane am Schauplatz Portugal. Als Kulturvermittlerin begleite ich Bildungsreisen, Journalistenreisen und TV-Drehteams. Wer mehr über mich erfahren möchte, schaut und liest hier weiter: www.catringeorge.com
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Das Dorf »Fernando Pó« erreichst du wunderbar mit dem Zug. (Donnerstags und samstags mit dem eigens bereitgestellten IC-Intercidade vom Bahnhof Lissabon-Orient) Bereits auf der Fahrt vom Orientbahnhof quer durch Lissabon, über die legendäre 25. April-Brücke über den Tejo gen Süden weiter Richtung Setúbal bis zu dem Behelfsbahnhof, »Apeadeiro Fernando Pó« dringst du vor in die Tiefebene an der Sado-Mündung, bedeckt mit Rebstöcken, Schirmpinien und Korkeichen, soweit das Auge reicht.
© Bildrechte der Weingutsfotos: jeweilige Weingüter.
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